Faszientherapie
Faszientherapie ∙ Tiefe Bindegewebsmassage
Wenn sich der Körper blockiert anfühlt
Fühlst du dich steif und unbeweglich? Hast du Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich und kannst den Kopf nur eingeschränkt drehen? Oder plagen dich Rückenschmerzen im unteren Bereich und du kannst dich kaum bücken oder vom Stuhl aufstehen? Vielleicht fühlt sich auch dein Brustkorb eng an und du hast das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können.
Dann kann es sein, dass deine Faszien verklebt sind und deine Beweglichkeit einschränken.
Faszien sind ein feinmaschiges Bindegewebsnetz, das sämtliche Muskeln, Organe, Gelenke und Knochen, aber auch Nerven und Blutgefäße umhüllen und miteinander verbinden. Sie geben dem Körper Halt, Struktur und Beweglichkeit.
Sind die Faszien verhärtet, verklebt oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, kann sich das im gesamten Körper bemerkbar machen:
- Schmerzen
- Spannungsgefühle
- eingeschränkte Beweglichkeit
- ein Gefühl von Steifheit
- Fehlhaltungen
- Bewegungseinschränkungen
Was ist das Fasziensystem?
Faszien bilden ein feinmaschiges, den gesamten Körper durchziehendes Bindegewebsnetz. Sie umschließen alle Gewebe, Organe, Muskeln, Gelenke, Knochen sowie Nerven und Blutgefäße. Damit geben sie unserem Organismus Halt, Struktur und Form.
Das Fasziensystem besteht aus vier interagierenden Bindegewebsschichten. Von der oberflächlichsten bis zur tiefsten Schicht greifen diese Ebenen nahtlos ineinander, kommunizieren und interagieren permanent miteinander.
Das rezeptorreichste Gewebe des Körpers
Die moderne Forschung geht davon aus, dass im faszialen Gewebe ebenso viele Rezeptoren für die Sinnes- und Innenwahrnehmung liegen wie in der Retina des Auges – möglicherweise sogar mehr. Damit gilt das Bindegewebe als das empfindungsfähigste und rezeptorreichste Sinnesorgan unseres Körpers.
Der Körper vergisst nichts
Emotionen speichern sich nicht nur im Kopf, sondern auch in jeder Zelle unseres Körpers. Dieses Körpergedächtnis ist in den Faszien – dem Bindegewebe des Körpers – gespeichert.
Gestützt wird diese Aussage durch die moderne Wissenschaft (Emotions in Motion: Myofascial Interoception von Bruno Bordoni/Fabiola Marelli – veröffentlicht am 10.03.2017) und Wilhelm Reich, mit seiner „Charakteranalyse“ von 1933.
Mittlerweile geht man davon aus, dass im faszialen Gewebe ebenso viele Rezeptoren für die Sinnes- und Innenwahrnehmung liegen wie in der Retina des Auges – möglicherweise sogar mehr. Damit gilt das Bindegewebe als das empfindungsfähigste und rezeptorreichste Sinnesorgan unseres Körpers.
„Jede Verringerung der faszialen Fähigkeit führt zu einem pathologischen Zustand.“
Wenn ein Mensch Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer über längere Zeit unterdrückt, reagiert sein Körper instinktiv mit Muskelanspannung, um diese schmerzhaften Emotionen zurückzuhalten.
Wenn seelische Konflikte über einen längeren Zeitraum ungelöst bleiben, verwandelt sich diese anfängliche bewusste Abwehr in eine chronische, unbewusste Dauerspannung. Wilhelm Reich bezeichnete dieses Phänomen als Muskelpanzer.
Dieser Panzer agiert wie ein physischer Schutzwall, der intensive Emotionen blockiert, gleichzeitig jedoch die Atmung flacht und das gesamte Lebensempfinden einschränkt.
Mit der Zeit manifestiert sich dieser Zustand in der Körperhaltung, sodass die Statik des Körpers dauerhaft verändert wird und sich körperlich bemerkbar macht. Die Folgen sind: Verspannungen, Rücken- oder Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Erschöpfung, innere Unruhe, emotionale Überreaktionen und das Gefühl, festzustecken.
Warum reine Faszientherapie oft nicht ausreicht
Reine körperliche Blockaden lassen sich in der Regel gut durch rein mechanische Impulse lockern. Wenn eine körperliche Einschränkung oder eine Fehlhaltung jedoch eng mit einer emotionalen Erfahrung oder einem tief sitzenden Muster verknüpft ist, greift ein rein mechanischer Ansatz oft zu kurz.
Wird immer nur das körperliche Symptom behandelt, ohne das dahinterliegende Thema einzuladen oder zu integrieren, kehrt die Blockade oft rasch zurück.
Der Mut, dem „Säbelzahntiger“ zu begegnen
Hast du schon einmal Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer über längere Zeit unterdrückt? Wenn ja, reagiert dein Körper oft mit Anspannung, wenn er von äußeren Reizen getriggert wird. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus, der uns hilft, schmerzhafte Emotionen nicht fühlen zu müssen. Wenn ich nun versuche, die Faszien zu lockern, in denen sich diese Emotionen als Muskelpanzer festgesetzt haben, können sie plötzlich an die Oberfläche kommen. Es erfordert viel Mut, sich liebevoll den eigenen, oft ungeliebten Gefühlen wie Wut oder Trauer zuzuwenden. Statt vor dem „Säbelzahntiger“ wegzulaufen, ist es wichtig, stehenzubleiben und hinzusehen. Wenn wir lernen, diese Emotionen anzunehmen und zu integrieren, können auch hartnäckige körperliche Blockaden beginnen, sich zu lösen.Die Kraft der Selbstakzeptanz
Auf deiner Reise zu dir selbst ist es entscheidend, auch die verletzlichen Seiten zu umarmen. Indem du schmerzhafte Gefühle anerkennst, schaffst du Platz für Heilung und persönliches Wachstum. Dieser Prozess erfordert Geduld und Verständnis, aber die Belohnung ist eine tiefere Verbindung zu dir selbst und deinem Körper. Wenn du bereit bist, die Schattenseiten deiner Emotionen zu akzeptieren, wirst du feststellen, dass sie nicht länger eine Bedrohung sind, sondern eine wertvolle Quelle der Stärke und des Wandels.Wie Faszientherapie in meiner Praxis wirkt
Wenn ich an deinen Faszien arbeite, werden gezielte Reize über das Gewebe weitergeleitet, die auch bestimmte Hirnareale ansprechen, welche für die Körperwahrnehmung und Schmerzverarbeitung zuständig sind.
In der Behandlung arbeite ich mit langsamem, präzisem und tiefem, aber stets achtsamem Druck. Das Ziel ist es, die Faszien sanft Schicht für Schicht zu lösen bzw. zu schmelzen. Viele Klienten beschreiben diesen Prozess wie einen angenehmen „Wohlschmerz“.
Meine Faszienarbeit orientiert sich dabei immer ganz individuell an deiner Körperhaltung, deinen Symptomen und an deinem persönlichen Schmerzempfinden.
Ziel der Behandlung und dein Nutzen
Ziel der Faszientherapie ist es, die natürliche Beweglichkeit deines Körpers zu fördern und deine Innenwahrnehmung zu stärken.
Durch die achtsame Regulierung des Zusammenspiels von Gewebe und Nervensystem machen viele Menschen in meiner Praxis folgende positive Erfahrungen:
-
Eine spürbare Erleichterung bei alltäglichen Bewegungen (wie Bücken, Aufrichten oder Kopfdrehen)
-
Eine Entlastung des Schulter-, Nacken- und Rückenbereichs
-
Eine freiere, tiefere Atmung
-
Ein entspannteres, lebendigeres Körpergefühl
-
Ein geschärftes Bewusstsein für die eigenen Grenzen und Bedürfnisse
Indem du lernst, deinen Körper wieder bewusster wahrzunehmen und Signale frühzeitig zu deuten, kann dein Leben eine ganz neue Qualität und Leichtigkeit zurückgewinnen.
Hinweis gemäß HWG: Die Faszientherapie ist eine Methode der komplementären Erfahrungsmedizin. Die genannten Wirkungen basieren auf den Erkenntnissen der Therapierichtung selbst sowie den Erfahrungen in der Praxis, sind jedoch wissenschaftlich nicht im Sinne der Schulmedizin vollständig anerkannt. Ein Heilversprechen kann nicht gegeben werden.
